Wenn man an Weinanbaugebiete denkt, so denken die meisten Menschen wohl an die ausgedehnten Anbauflächen Frankreichs, doch muss man sagen, dass das Land der Trikolore erst relativ spät mit dem eigenen Anbau von Rebsorten angefangen hat. Als das Land um das 5. Jahrhundert vor Christus noch von den Kelten bewohnt wurden, die durchaus vom Geschmack des Weines sehr angetan waren, fand ein Import griechischer und italienischer Weine statt, sodass kein eigener Anbau nötig gewesen wäre. Nach der Besetzung Galliens, was der römische Name für Frankreich gewesen ist, durch die römische Übermacht, verbreitete sich der Konsum, aber ab dem 3. Jahrhundert nach Christus, auch die Anpflanzung von Reben stark. Zuvor hatte es lang ein Gesetz der Römer gegeben, das einen Anbau außerhalb Italiens nicht erlaubte, das erst Mitte des 3. Jahrhunderts durch den Kaiser Marcus Aurelius Probus aufgehoben wurde, sodass es nun auch Wein aus Frankreich gab.
Heute steht der Wein aus Frankreich aber vor allem für den Genuss und die Kultur, was allgemein mit den Franzosen ja oft in Verbindung gebracht wird. Von vielen Weinexperten auf der ganzen Welt wird aber immer wieder besonders die hohe Qualität des Weines gelobt, wobei der Region Bordeaux, dem drittgrößten Anbaugebiet Frankreichs, eine besonders hohe Qualität, besonders im Bereich der Spitzenweine, nachgesagt wird.
Wie sehr Frankreich mit dem Wein verbunden ist, kann man beispielsweise an den Trinkgewohnheiten der Einheimischen erkennen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass schon beim Mittagessen von Erwachsenen ein Wein, vielleicht sogar ein Bordeaux, getrunken wird, denn das bedeutet für viele Lebensqualität.
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