Die nachfolgenden Fakten mögen etwas verwirrend klingen, sind jedoch auf sehr einfache Art nachzuvollziehen. Obwohl 92 % der gesamten Bevölkerung Spaniens der römisch-katholischen Kirche angehören, bezeichnen sich lediglich ca. 46 % der Bevölkerung als religiös, weitere 19 % als sehr religiös. Unter den jüngeren Personen zwischen 18 und 39 Jahren befindet sich leider nur noch ein Anteil von 9 %, die sich selbst als sehr religiös betrachten.
Wie kommen nun diese Zahlen zustande?
In Spanien ist es im Gegensatz zu Deutschland nicht möglich, aus der Kirche auszutreten. Laut einem Gerichtsbeschluss wurde die Kirche von der Pflicht entbunden, auf Wunsch des Einzelnen dessen Daten aus den Kirchenbüchern zu löschen.
Bis vor einigen Jahren wurde die Kirche laut eines Vertrages, der vom Staat mit dem Heiligen Stuhl geschlossen wurde, komplett vom Staat finanziert. Erst seit 1988 darf die spanische Bevölkerung entscheiden, ob ein geringer Teil der Einkommenssteuer für kirchliche, soziale oder kulturelle Angelegenheiten verwendet wird.
Trotz allem liegt ein sehr schöner Wallfahrtsort, Santiago de Compostela, in Spanien direkt am weltberühmten Jakobsweg.
Durch die Einwanderungswelle aus diversen Ländern verursacht, gibt es noch religiöse Minderheiten in Spanien: Muslime, Protestanten und Zeugen Jehovas. Selbstverständlich sind auch Juden, andere Konfessionen und Konfessionslose unter der Spanischen Bevölkerung vorhanden.
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